Textauszug: Der Hugo Haase Park

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Der „Hugo Haase Park“ in Hamburg-Stellingen

Dieser Park befand sich in Hamburg Stellingen. Gegründet wurde er 1914, allerdings bereits wieder 1922 geschlossen. Mehr als 1,6 Millionen sollen damals in den Park investiert worden sein, der mit zahlreichen Attraktionen wie Gebirgsszeneriebahn, Wasserbahn oder einem „Lebenden Irrgarten“ aufwartete. Die Abbildungen auf den nächsten Seiten geben einen lebendigen Eindruck der Attraktionen, die Hugo Haase für diesen Park baute. Um die ganzen Attraktionen zu betreiben, ließ die Stadt Hamburg für diesen Park sogar ein separates Elektrizitätswerk bauen.

Der Karussellkönig Hugo Haase war eine der wichtigsten Personen in der Geschichte der Schaustellerei. Der Sohn eines Kapellmeisters wurde am 1. Juni 1857 in Winsen an der Luhe geboren. Nach seiner Schlosserlehre und seiner Militärzeit arbeitete er sich in der Maschinenfabrik Hövermann & Jürgens in Hamburg-Altona zum Firmenleiter hoch. Diese Firma gehörte damals auch zu den ersten Herstellern von Dampfschiffkarussells, was wohl wegweisend für Haases weiteren Lebensweg war. 1887 machte Hugo Haase sich als Karussellfabrikant in Rossla a. Harz selbständig. 1894 etwa zog das Unternehmen von Haase nach Leipzig um. 1909 schließlich wurde der Firmensitz nach Hannover verlegt. In dieser Stadt wurde Haase später auch Ehrenbürger.

Im Jahre 1914 war Hugo Haase mit sage und schreibe 25 Geschäften gleichzeitig auf Reise. Haase legte auch den Grundstein für die mobilen Wasserbahnen. Zuerst verwirklichte er nach dem Muster der in den USA entwickelten „Shoot the chutes“ stationäre Anlagen, zum Beispiel in seinem Park in Hamburg-Stellingen. Nachdem Hugo Haase am 13. September 1933 in Hannover verstorben war, wurde die Firma im Verwandtenkreis noch bis 1967 weiter betrieben.

Heute gehört die Fläche des ehemaligen Hugo-Haase-Parks zum bekannten Tierpark Hagenbeck, der auch damals bereits existierte. Wer den Tierpark früher besucht hat – als der Haupteingang sich nicht direkt bei der U-Bahnstation befand, sondern man durch das wunderschöne Tor, das eigentliche Wahrzeichen von Hagenbeck ist, gehen musste – wird vermutlich über das Gelände des alten Hugo-Haase-Parks gegangen sein.

Ansichten des Hugo Haase Parks

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