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Sozioanalyse

Sozioanalyse des Alltags
Kulturelle Wurmlöcher & Gesellschaftliche Seismographen
Trends und Traditionen aus Sicht der Cultural Studies

Sammeln, Gärtnern, Campen, Reisen, Essen oder Shoppen. Der Alltag, das uns unmittelbar Vertraute, bricht auf und zeigt eine Seite die uns fremd und irritierend erscheint. Sacha Szabo entwirft eine Theorie des Alltags, die durch das Verhältnis zum Außeralltäglichen definiert ist. Es gibt innerhalb der Kultur institutionalisierte Wurmlöcher hin zu diesem Anderen, traditionell sind dies die Feste und Feiern. Aber überaschenderweise hat jeder scheinbar banale Alltagsgegenstand das Potential, solch ein Wurmloch zu öffnen. Sei es das Spielen mit einer Modelleisenbahn, die Arbeit im Garten oder das Shoppen in der Stadt. Doch sind diese Wurmlöcher instabil. Sie existieren nur so lange, wie sie genutzt werden. Die Aktivität dieser Wurmlöcher läßt diese zu einem Seismographen werden und anhand ihrer narrativen Struktur zeigt sich, was die Anziehungskraft dieser Phänomene ausmacht. Beispielhaft wird dies am Fernsehen gezeigt. Hier werden solch unterschiedliche Formate wie Germanys next Topmodel, der Tatort, Big Brother oder die Ziehung der Lottozahlen auf ihre Potenz hin analysiert. Dieser Wechsel zwischen Alltag und Außeralltag ist für den Menschen von existentieller Bedeutung, denn genau durch diesen Wechsel entsteht Realität.

ISBN: 978-3-8288-3502-3, 2015, Marburg, 19,90 €

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Randnotizen und Pressestimmen zum Buch

"Silvesterfeuerwerk - eine wunderbare Unvernunft. BZ-Interview mit dem Soziologen Sacha Szabo über das anarchische Potenzial von Feuerwerken"
Badische Zeitung, 30.12.2011

"Was geht aus der Sicht eines Wissenschaftlers vor, wenn 75.000 Fans in ein Stadion strömen, um die Vorstellung eines neuen Spielers zu erleben [...] Die MZ sprach mit dem auf Unterhaltungskultur spezialisierten Soziologen und Buchautor Sacha Szabo."
Mallorca Zeitung, 23.07.2009

"Um im Morphsuit im Mittelpunkt zu stehen, muss man weder besonders talentiert, schön, klug, mutig oder witzig sein. "Spannend ist, dass diese Verkleidung es dem oder der Einzelnen erlaubt, sich zu exponieren", sagt Sacha Szabo."
Spiegel Online, 19.08.2012

"Schönheit als verhältnismäßig machtloses Kapital, das einst dem Weiblichen zugeordnet war. 'Insofern akkumulieren hier Nutzerinnen das symbolische Kapital Schönheit, indem sie sich von ihren Freundinnen und Freunden bewerten lassen', sagt Szabo. Die Schönheit aber würde durch die Likes und Kommentare in Aufmerksamkeit umgewandelt, und Aufmerksamkeit sei Kapital.
Fudder, 22.04.2014

"Irgendwie gibt es kaum mehr Fußballspieler ohne Tattoo. Warum?! Der Freiburger Soziologe und Unterhaltungswissenschaftler Sacha Szabo hat dazu fünf Thesen aufgestellt"
10.07.2014, Fudder

“Soziologe Szabo sieht im Junggessellenabschied einen Reflex der Menschen, die ökonomisch veränderte Lebenssituation spielerisch noch mal zu durchleben"
Anna Rup, Rhein Zeitung, 22.07.2014

"Wohin man sieht: Baumärkte. Warum nur? Interview mit einem Konsumkritiker. Obi et Orbi – ein Gespräch mit dem Soziologen Sacha Szabo über den Heimwerkerwahn."
Hans-Hermann Kotte, Dummy - Das Gesellschaftsmagazin, 44/2014 "Pfusch"

„Reisen ist gerade in, die Zahl der Backpacker ist riesig geworden.“Auf manche Jugendliche kann der Trend womöglich sogar Druck ausüben, nach dem Motto: „Wenn ich nicht rumgekommen bin, hab ich mein Leben nicht gelebt.“ „Das ist keine Neuerscheinung“, sagt Szabo, „früher hatten alle jungen Menschen eine Postkarte mit der Aufschrift: ‚Lebe wild und gefährlich!’ an der Pinnwand hängen, das war sozusagen das YOLO der 80er.“
f79, Nr. 22, 12/2014

[Am besten sitzt man die Empörungswelle eines Shitstorms aus.] «Erst danach soll man die Ursachen, die zu dem Sturm geführt haben, beseitigen », rät der deutsche Soziologe Sacha Szabo. So verhalte man sich ja auch bei einem richtigen Sturm. «Man bleibt im Haus, schliesst die Läden und rennt nicht wie wild im Freien herum. Denn dort ist die Chance gross, vom Blitz getroffen zu werden.»
Aargauer Zeitung, 07.01.2015

"Der traditionelle ländliche Stammtisch wird, so der Soziologe Sacha Szabo, durch den urbanen "Interessens-Stammtisch" ersetzt"
SWR, 18.06.2015

"Der Autor entwirft eine Theorie des Alltags [...] Der Wechsel zwischen Alltag und Außeralltag ist für den Menschen von existentieller Bedeutung, denn genau durch diesen Wechsel entsteht Realität"
AOL-Bücherbrief, Jg. 34/2015, Nr. 85

"Frauen und Männer feiern verkleidet und mit viel Alkohol das Ende ihres Junggesellen-Daseins. Anders als früher sind die Partys heute aufwändig organisiert: mit Spielen, Bauchläden und Darbietungen. Dabei gehe etwas verloren, sagt Soziologe Sacha Szabo: das Abenteuer."
DRS, 09.07.2015

"Ausnahmezeiten, zu denen sich die Menschen deutlich anders verhalten als im Alltag, gibt es mittlerweile einige: zu Weihnachten, an Fasching, Fasnet, bzw. Karneval. Und das Oktoberfest, das größte Volksfest der Welt, beginnt an diesem Samstag [...] Die Gäste kommen, egal wo in Deutschland, immer häufiger in bayrischer Tracht. Das ist inzwischen absolut hip. [...] Sacha Szabo erforscht unser Unterhaltungsverhalten"
SWR1, 16.09.2015

"Scharfsinnig, feulletonistisch, belesen und formulierungsstark zeigt Sacha Szabo in unterhaltsamer Form in einem schönen Band (Satz, Papier, Illustrationen machen die Lektüre besonders), wie Alltagssoziologie unseren Blick zu weiten vermag"
Lilo Schmitz. Rezension vom 15.09.2015 zu: Sacha Szabo: Sozioanalyse des Alltags. Tectum-Verlag (Marburg) 2015. 120 Seiten. ISBN 978-3-8288-3502-3. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, http://www.socialnet.de/rezensionen/19156.php

"Alles könne zum Hobby werden, meint Sacha Szabo. "Die Beschäftigung damit führt dazu, dass man langsam, aber sicher versierter und erfahrener, kurz: zum Experten wird. Und dann? Will man sich messen." Das Hobby werde so zu etwas sehr Exklusivem, mit dem man sich von der Masse abheben kann. "Mit der zunehmenden Individualisierung geht auch eine Individualisierung der Hobbys einher", erklärt Szabo. "Ein möglichst exotisches Hobby unterstreicht die eigene Individualität."
Badische Zeitung, 27.05.2016

"Der Partykeller, die improvisierte oder gar spontane Fete, diese Art des Feiern hat sich weitgehend aufgelöst" An ihre Stelle stelle Erlebenismarketing, Festivals und Public Viewing und kommerzielle Parties"
Perle, November 2016

"Warum brauchen wir Feuerwerke? Das untersucht der Soziologe Sacha Szabo in seinem Buch Sozioanalyse des Alltags."
SWR 21.12.2016

"Am Donnerstag startet der offizielle Verkauf der Silvesterkracher. Böller und Raketen zum Jahreswechsel - viele lehnen dies ab, andere dagegen erfreuen sich am krachenden Spaß und am hell erleuchteten Nachhimmel. Der Soziologe Sacha Szabo ist Fan des Feuerwerks. Er sieht es auch als politische Botschaft: Während das Feuerwerk früher dem Adel vorbehalten war, nehme das Volk die Knallerei inzwischen selbst in die Hand und feiere sich selbst."
RBB, InfoRadio, 29.12.2016

"Sylvester ist ein Fest der Verschwendung erklärt uns der Unterhaltungswissenschaftler Sacha Szabo."
RTL2, 29.12.2016

"Der Unterhaltungswissenschaftler Sacha Szabo hat das Phänomen unter die Lupe genommen. In einer Zeit, in der sich traditionelle Strukturen auflösen, während die Sehnsucht nach Orientierung bleibe, entspreche das Oktoberfest dem Ideal eines Fests, sagt er. Nicht nur, weil die bayerische Festkultur für Geselligkeit stehe. Nicht nur, weil Verkleidungen es generell erlaubten, hemmungsloser zu sein. Sondern auch, weil solche Feste als „typisch Deutsch“ gelten. „Das wird als Identitätsangebot aufgegriffen“, sagt er – obwohl es alles andere als authentisch sei."
Trierischer Volksfreund, 11.04.2017

"Warum die Pyrotechnik so viele fasziniert, erklärt der Freiburger Soziologe Sacha Szabo."
Stuttgarter Zeitung, 02.07.2017