Außeralltägliche Welten

Außeralltägliche Welten - Oktoberfest, Disneyland, Computerspiele - Sozioanalyse des Vergnügens

Warum besuchen Millionen Menschen Volksfeste, was begeistert Millionen Besucher an Freizeitparks und was fasziniert Millionen Spieler an den Simulationen dieser Vergnügungswelten in Computerspielen? Dieser Frage spürt der Kultursoziologe Sacha Szabo nach.

Er zeigt, dass es das Erleben des Außeralltäglichen ist, das die Besucher anzieht. Es ist das Erlebnis eines Jenseits des Alltags, in dem es weder Sorgen noch Nöte gibt; einem zeitweiligen Paradies im Hier und Jetzt. Und so entwickelt Szabo ausgehend von diesen Orten en passant eine Theorie des Vergnügens. Das Besondere ist, dass dieses Vergnügen in einem exklusiven Raum stattfindet, den es nur für diesen besonderen Zweck gibt: einem Heterotop. Diese Eigenheit verbindet sowohl die analogen als auch die digitalen Vergnügungswelten. Damit sind Oktoberfest, Disneyland und RollerCoaster Tycoon nicht nur drei prominente Beispiele, sondern zugleich Wegweiser, die zeigen, wie die Zukunft des Vergnügens aussehen kann.

ISBN 978-3-96317-603-6, 2018, Marburg, 19,90 €

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Randnotizen und Pressestimmen zum Buch

"Szabo analysiert weiterhin: „Das Erfolgskonzept des Oktoberfestes liegt in der Anziehungskraft seiner Masse. Das vereinzelte ,Ich‘ geht in einem rauschhaften ,Wir‘ auf."
Blix, Trachten und Oktoberfeste, 2017

"Der auf Alltagskultur spezialisierte Freiburger Soziologe Sacha Szabo erklärt, woher diese deutsche Leidenschaft rührt: „Feste erlauben eine Auszeit vom Alltag und eröffnen den Zugang zu einer ’anderen’ Wirklichkeit, in der andere Regeln und Gesetze herrschen“, sagt er."
Freiburger Wochenbericht, 23.05.2018

"Mittendrin steht Sacha Szabo. […] Er sieht hier eine„Kultur des Vergnügens“ und „AußeralltäglicheWelten“. So heißen zwei Bücher des Freiburgers. Der Mann versteht Spaß. Man bekommt die Leute aus dem Alltag, aber wie bekommt man den Alltag aus den Leuten? „Solche Parks setzen auf eine Überwältigungsstrategie“, sagt er. Das funktioniere umso besser, je abgeschlossener der Park sei: eigene Grenzen, eigene Regeln und eigene Landkarten, zusammen eine künstlich hergestellte Realität."
Süddeutsche Zeitung, 11.08.2018

"Der Gaudi-Komplex. Am Wochenende wird in München das 185. Oktoberfest eröffnet. Doch der Riesenrummel ist mehr als nur zünftiges „oans, zwoa, gsuffa!“, sagt der Soziologe Sacha Szabo. Hier ein Auszug aus seinem Buch, gewissermaßen als Grundlage für den gehobenen Plausch über den Wiesn-Rausch."
Frankfurter Rundschau, 19.09.2018

"Szabo hat ein Buch geschrieben über das „Phänomen Oktoberfest“ und sagt: „Dieses besondere Volksfest eröffnet ein sorgloses Paralleluniversum jenseits des Alltags.“
Rheinische Post, 22.09.2018

"'Es ist die sofortige Lusterfüllung'. Tracht, Bier und Oktoberfest begeistern immer mehr Menschen – Ein Freiburger hat das Phänomen genauer untersucht
Freiburger Wochenbericht, 26.09.2018

"'Der Rummelplatz ist eine Art Spielplatz. Bei den Fahrgeschäften handelt es sich um Spiele für Erwachsene', sagt Dr. Sacha Szabo. Der Freiburger Soziologie und Unterhaltungswissenschafter hat sich intensiv mit der Faszination von Jahrmärkten und Volksfesten auseinandergesetzt."
Main Post, 03.07.2019, Franken

"Soziologen sprechen von der 'Außeralltäglichkeit' des Erlebnisses auf Volksfesten. Eine Gegenwelt, in der die Unvernunft und die Verschwendung herrschen, wo der Rausch und das Unzivilisierte ihren Ort haben. Vor der Gegenwart der Sensation verblassten die Sorgen, die sich aus der Angst vor der Zukunft ergeben oder aus der Schuld, die man in der Vergangenheit möglicherweise auf sich geladen hat, erklärt der Freizeitexperte und Volksfestforscher Sacha Szabo."
Süddeutsche Zeitung, 26.09.2019

Den Freimarkt gibt es schon sehr lange, schon seit fast 1.000 Jahren. Was meinen Sie, überlebt er noch weitere 1.000 Jahre? [Sacha Szabo] Spontan: Ja! Ich habe ja schon erwähnt, dass der Körper bei dem Erlebnis auf Jahrmärkten ganz wichtig ist. […] Der Körper ist ein Ort des Lustvollen, und eine Welt ohne Lust ist ehrlich gesagt doch recht unlustig."
Buten un Binnen, 21.10.2019

"Eine Chilbi ist ein Abenteuerland, für einen kurzen Moment tritt man in eine Gegenwelt ein, in der andere Gesetze herrschen. Dieses Archaische und Ekstatische macht Jahrmärkte so besonders. Es wird die Unvernunft zelebriert, die Verschwendung – es ist ein Ort, der sich nicht unserer allumfassenden Verwertungslogik unterwirft."
NZZ, 22.11.2019

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